Tutorial - GKS ausrüsten

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Hinweis: Dieser Artikel kursiert auch unter dem Namen Tutorial – Großkampfschiffe ausrüsten, Kampftaktiken – v1.1. Die Ich-Perspektive bezieht sich auf den Autor (Granjow).

Großkampfschiffe nützen einem in X³ herzlich wenig, wenn man sie nicht zu fliegen weiß. Und das ist gar nicht so einfach. Das Ganze beginnt schon beim Ausrüsten.

Waffen

Mit den falschen Waffen ist ein GKS nutzlos. Zum Beispiel bringen die Partikelbeschleunigerkanonen nichts gegen größere Schiffe – schon M3s haben zu starke Schilde. Und gegen andere GKS kann man gleich einpacken.

Waffen für den Nahkampf sind in erster Linie entweder das Flakgeschütz oder die Flakbatterie, die stärkere Version (laut Seizewell: 7.051 m/s, Reichweite 1.269 bzw. 1.516 km, Schildschaden 10.000 bzw. 17.000 und Energieverbrauch 600 bzw. 750). Die Paraniden benutzen den SWG – Schockwellengenerator – (Gamma: Schildschaden 1.996, Energieverbrauch 450, Reichweite 1,4 km, 203 m/s). Die Vorteile der Flak sind die hohe Geschwindigkeit, was ideal ist gegen Jäger, und der Schaden. Es braucht nur wenige Schüsse, und ein M3 steht ohne Schilde da und schnell auch ohne Hülle. Ein kleiner Nachteil ist der extreme Energieverbrauch, alle anderen Waffen liegen darunter. Der SWG ist flächenwirkend, schön gegen Raketen, denn die werden bestimmt getroffen. Er ist aber bei weitem nicht so effektiv.

Für den Fernkampf, also gegen andere Großkampfschiffe, braucht man die PIK – Photonenimpulskanone. Sie ist die stärkste Waffe überhaupt im Spiel (Schildschaden 32.500), zudem aber auch – nach dem Bohrsystem – auch die langsamste mit 222 m/s. Außerdem kommt die Gamma PIK auch am weitesten mit 6,6 km. Trifft man mit ihr ein Schiff, das z. B. mit 8 GJ Schilden ausgestattet ist, dauert es nur eine halbe Minute, bis die Schilde weg sind, wenn man mit acht Geschützkanzeln schießt: Schilde 8.000 MJ, Schaden pro Schuss 32 MJ, also braucht man 8.000/32=250 Treffer, bis die Schilde weg sind, die Laderate mal weggelassen. Pro Kanzel gibt das – mit acht Kanzeln – 32 Schüsse, und da die PIK 89 Schüsse pro Minute verheizt, gibt das ungefähr eine halbe Minute, sogar weniger. Das ist sehr wenig.

Schiffswahl

Die Auswahl des Kampfschiffes ist natürlich auch von Bedeutung. Die Split Python ist am besten ausgestattet. Sie hat zwar nicht sehr viele Geschützkanzeln, aber sie ist mit 69 m/s das schnellste Schiff im Universum, bei der Wendigkeit mit 1,17 direkt nach dem Odysseus mit 1,18 und bei der Laderate der Waffen mit 4,97 kW (kJ/s) nur knapp hinter dem Khaak-Zerstörer, der 200 W höher liegt. Zudem bietet er eine relativ kleine Angriffsfläche und lässt sich gut mit Flakbatterien ausstatten. Aber schlussendlich hat jeder seine eigenen Vorlieben und wählt was ihm gefällt oder was er – mangels Rang – überhaupt kaufen kann. Übrigens, hier noch ein Topic über M2, zu beachten v. a. der Post von Bassist.

In das Schiff (ich gehe jetzt von der Python aus) kommen nun beispielsweise vorne alles Gamma PIK. Hinten entweder PIK oder – wenn kein GKS in der Nähe ist – Flakbatterien (FB), auf den Seiten FB, oben PIK und unten nach Wahl. Ich habe dort ein Flakgeschütz eingebaut.

Geschützkanzeln

Den Geschützkanzeln habe ich das Kommando «Greife mein Ziel an» gegeben. Es hat sich als das brauchbarste herausgestellt. Auf Raketenabwehr greifen die Kanzeln nahende Raketen manchmal an, manchmal nicht. Und andere Schiffe werden generell erst angegriffen, wenn ich getroffen werde, dann sind sie auf «Beschütze Schiff». Da ist – wie gesagt – das Problem, dass der Gegner zuerst schießen muss, bevor mein Schiff zurückschießt. Wenn sie jedoch mein Ziel angreifen sollen, ist alles OK: «Blaue» Schiffe werden in Ruhe gelassen (nicht feindliche), und alles andere, was ich gerade ausgewählt habe, wird angegriffen. Untätige Geschützkanzeln (wenn sie auf der anderen Seite liegen und den Gegner nicht erwischen können) sind automatisch auf «Beschütze Schiff». Im Kampf sieht das nun so aus, dass ich zuerst das nächste GKS anfliege und auswähle. Die PIK beginnt vorn schon früh mit Schießen, und wenn der Gegner zurückschießt, sind seine Schilde meist schon halb unten. Dann am Gegner vorbeifliegen – dabei darauf achten, dass man ihm möglichst wenig Angriffsfläche bietet – und die PIK im Heck schießen lassen, und normalerweise ist dann Schluss mit lustig. Wenn nicht, nochmals umkehren.

Alternativ kann man beim Angriff eines anderen GKS (M1 oder M2) die Flak auf «Vernichte alle Feinde» stellen. Dann kann man sich in Ruhe auf das GKS konzentrieren, und das Kleinzeug wird automatisch angegriffen. Allerdings geht das weniger schnell, als wenn man das von Hand macht, nach jedem Schiff wartet die Flak etwa fünf Sekunden.

Kampftaktiken

Raketen, die mich bedrohen wollen, wähle ich – mit der Maus, Ansicht auf außen eingestellt (F2 und etwas wegzoomen) – kurz vor dem Schiff aus. Meine Flak schießt die mit einem Schuss ab, dann geht es wieder zurück zum GKS.

Die Steuerdüsen sind da unverzichtbar. Beim Anflug immer schön Kreise fliegen, und je nachdem mit der Maus in die gleiche oder entgegengesetzte Richtung fliegen, was halt gerade besser funktioniert. Wenn ich wieder vom GKS wegfliege, Schiff drehen (q, e), damit es nicht meine Breitseite für die Zielübungen zur Verfügung hat.

Eine andere Möglichkeit, die manchmal besser funktioniert, aber sicher bequemer ist, ist die: Schub reduzieren, auf ungefähr 20, dann einfach eine Steuertaste und eine Rolltaste gedrückt lassen. Beispielsweise w und q gedrückt lassen und das Schiff fliegt eine schöne ... Rolle? Helix? Das macht Spaß, vor allem wenn der Gegner viele PIKs hat – sieht super aus.

Und da stören noch die kleinen M3 und kleiner. Auch die richten Schaden an. Aber mit der Flak (Flugabwehrkanone übrigens) ist das Kleinzeug kein Problem. Schub etwas zurücknehmen, sonst kommen sie nie nahe genug ran. Dann eine Kurve, 90°, drehen und ihnen die Flak auf der Breitseite übergeben. Das heißt: M3 anklicken, falls es etwas zu weit weg ist, mit den Steuerdüsen heranfliegen. Unter 1,5 km (Reichweite FB) macht es ein- oder zweimal KRACHBUMMM und sie sind weg; Flak trifft alles. Das macht richtig Spaß. Nächstes M3 angeklickt, zwei Sekunden warten, futsch. Wieder nächstes, falls überhaupt noch eins da ist.

Falls die Schilde mal etwas zu tief sinken: Einfach zum nächsten Sprungtor – im gleichen Sektor – springen. Die Schilde können sich aufladen, die Besatzung ausruhen und Kaffee trinken, und man hat wieder Zeit, einen Frontalangriff aufs nächste GKS zu planen. Ach ja, beim Anflug den Schub auf etwa 20 m/s setzen, dann hat man mehr Zeit zum Feuern. Und die Steuerdüsen nicht vergessen. Auch die Gegner können einen schönen Teppich aus PIK-Energieklumpen weben.

Mit etwas Übung und dieser Taktik kann man an einem halben Tazura einen ganzen Xenon-Sektor mit dutzenden GKS säubern, ohne sich ernsthaft Sorgen um die Bezahlung zukünftiger Witwen machen zu müssen.

Khaak

Und bei den Khaak? Vieles gilt wohl auch dort – gegen Kyonenemitter hilft aber keine Steuerdüse. Das erschwert die Angelegenheit ungemein. Bei einem Schiff, das schnell genug ist, kann man natürlich auch versuchen, die Elefantentaktik auf ein GKS zu übertragen.

Siehe auch