Terraformer Angriff

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Alles begann im Jahre 2022 mit einem japanischen Studenten, welcher das auf dem Raum/Zeit-Verzerrungsprinzip beruhende Sprungtor erfand. Es war eine ungeheure Energie notwendig, aber man schaffte es, kleine Raum/Zeit-Tore zu öffnen und kleine Dinge hindurchzuschicken. Erste Tests mit Gegenständen, Pflanzen, Eiern und Tieren verliefen zunächst problematisch, vor allem lebende Organismen starben häufig. Doch mit der Zeit bekam man auch diese Probleme in den Griff, zumal jetzt sogar ein eigenes Kernfusionskraftwerk alleine der Sprungtorerforschung zugeteilt wurde. Die hohe Anerkennung, die diese Erfindung genoss, wurde hauptsächlich dadurch bemerkbar, dass immer mehr Wissenschaftler die vorhandenen Probleme zu lösen begannen und in kürzester Zeit wurde das Sprungtor-Projekt in den Weltraum ausgeweitet.


Im Jahre 2036, gerade mal 14 Jahre später war es dann soweit; die ersten zwei großen Sprungtore, von denen eines nahe der Erde stationiert war und das andere beim Mars, wurden getestet. Erste bemannte Shuttles pendelten nun hin und her.
Weil alle Tests erfolgreich waren, begann man mit einer neuen, visionären Mission: Ein Raumschiff wurde nach Alpha Centauri gesandt, wo es in 78 Jahren ankommen sollte. Noch während des Fluges wurde immer wieder die Verbindung getestet, so konnten auch problemlos während des Fluges die Crew, Lebensmittel und andere Sachen ausgetauscht werden.


Im Jahr 2041 gelingt es plötzlich nicht mehr, eine Verbindung von der Erde zu dem anderen Tor aufzubauen. Das Erdentor, inzwischen bei einer Raumstation stationiert, verlor plötzlich die direkte Koppelung zum Schwestertor. Während die Wissenschaftler versuchten, das Problem zu beheben, entdeckten sie, dass das Sprungtor wahllos an andere Ziele ankoppelte. Nach genauerer Untersuchung stellte man fest, dass die anderen Ziele Sprungtore außerirdischen Ursprungs waren. Nach und nach erforschte man die neuen Sprungtore zunächst mit unbemannten Sonden. Die gelieferten Daten waren vielversprechend, aber nicht ausreichend, daher wurde als direkte Folge das Projekt „Winterblossom“ ins Leben gerufen, um die neu entdeckten Systeme genauer zu erforschen. Unter der Leitung von Captain René Farnham, startete dann 2046 das Forschungsraumschiff Winterblossom mit zwölf Wissenschaftlern aller Bereiche an Bord.


Nach zwei Jahren kehrte die "Winterblossom" zurück, mit der Information, dass sich Dutzende wenn nicht Hunderte von Sprungtoren in den Galaxien befinden, jedoch seien keine Beweise für außerirdische Lebensformen, außer den Sprungtoren selbst, gefunden worden. Allerdings gäbe es viele Planeten, welche sofort, oder nach etwas Terraforming - einem Prozess bei dem Planeten für Menschen bewohnbar gemacht werden - zum Kolonisieren bereit wären.


Wenige Jahre später wurden auch schon die ersten erdähnlichen Planeten von Wissenschaftlern und deren Familien bewohnt, doch wollte man nun auch die vielen andersartigen Planeten bewohnbar machen. So kam es, dass die ersten Terraformer gebaut wurden, gigantische Maschinen, welche in der Lage waren, durch den Weltraum zu reisen, Planeten zu suchen, dort zu landen und das Klima sowie die Vegetation mittels Erbgutänderungen so zu wechseln, dass Menschen nach wenigen Jahrzehnten auf dem Planeten wohnen könnten.
Nach nur 33 Jahren Bauzeit waren genügend Terraformer fertiggestellt, um eine ausreichende Versorgung durch Nahrung und Ressourcen in den neuen Gebieten zu gewährleisten; ihre Produktion wurde eingestellt, da sich die letzten Modelle selbst reproduzieren konnten, indem sie die dafür nötigen Ressourcen gleich von den Planeten entzogen, die sie terraformten.


Nach und nach gerieten die Terraformer in Vergessenheit, einige verloren sogar den Kontakt zur Erde vollständig. Doch selbst als der größte Teil der Menschen auf der Erde nichts mehr von der Existenz der Terraformer wusste, wurde die Software durch Updates immer wieder erneuert, um die Effizienz zu erhöhen. Doch mit den Jahren schlichen sich Fehler in die Programmierung ein; einer bewirkte dann, dass die betroffenen Terraformer begannen, bereits besiedelte Planeten anzugreifen.
Viele Siedler wurden damals getötet, denn niemand hat mit derartigem gerechnet. Der Programmierfehler hatte wirklich schwerwiegende Folgen: Bereits vorhandene Intelligenz-Subroutinen wurden neu verknüpft, die programmierte Intelligenz der Terraformer war jetzt nicht mehr allein auf ihre Mission beschränkt, vielmehr half sie auch bei den taktischen Manövern. Die neu besiedelten Planeten wurden systematisch von allen menschlichen Lebewesen gesäubert!
Auch die Erde wurde mit der Schlacht konfrontiert. Eine Flotte Terraformer griff die Erde an, welche völlig ungeschützt war. Zuviel Geld hatte man von militärischen Einrichtungen zu humanitären Zwecken umverteilt, und nur mit einer List gelang es Captain Nathan R. Gunne, die Terraformerflotte in das Erdsprungtor zu locken, welches sogleich zerstört wurde. Damit wurde der Kontakt zu Nathan R. Gunne und den anderen Siedlern vollständig abgebrochen. Auch in Alpha Centauri hatte der Krieg viele Verluste gefordert, von anfangs 100.000 Siedlern blieb nur noch ein Fünftel übrig, die Terraformer-Flotte konnte aber im Jahr 2047 zurückgeschlagen werden.


Da es inzwischen als sicher galt, dass der Kontakt zur Erde für immer abgebrochen war, beschloss der Rat der verbliebenen Siedler, ein neues Kapitel in der Geschichte aufzuschlagen. Alle Daten, welche von einer Existenz der Erde zeugten, wurden trotz der Bedenken einiger Politiker vernichtet, das X-Jahr Null (Erdenjahr 2170) ward geboren.


Diese Daten stammen aus der Geschichte "Das Blaue Reich" von Nightflyer

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