Terraformer-Krieg

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Vorgeschichte

Als die Menschheit 2022 in den Weltraum trat, entdeckte sie viele Planeten, die die vor Überbevölkerung berstende Erde zwar vor einem Populationskollaps hätten retten können, aber Lebensbedingungen hatten, die für Menschen weniger vielversprechend waren. Eine Konferenz der Erdnationen gestattete 2048 den Bau von Terraformern. Diese Maschinen waren semi-KI-fähige Roboter, die Planeten umstrukturieren sollten um sie für menschliches Leben besiedelbar zu machen. Die erste TF-Flotte verließ 2066 das Dock. Sie pflanzten Pflanzen und setzten Kleinstlebewesen aus, um die Atmosphäre anzuregen. Gleichzeitig bauten sie auch Stationen, damit Menschen weitere Prozesse beobachten konnten.

Eine Marskolonie wird angegriffen
Die Terraformer greifen die Erde an
Die Terraformer-Flotte wird durch das Erd-Tor gelockt
Das Erdtor wird gesprengt

Der Anfang

Den ersten Fehler, den die Menschheit beging, war es, die Terraformer mit der Fähigkeit der Autoreproduktion auszustatten. Das geschah 2048. Dadurch wurde den Roboterschiffen die Fähigkeit gegeben, sich selbst zu reproduzieren und sich so zu verteilen. Seit dem Erdjahr 2086 zogen sich immer mehr TF-Flotten aus dem Sendebereich der Navigationsbojen zurück. Als das TF-Projekt 2099 beendet wurde, haben sich ungefähr fünf von 11 TF-Flotten, darunter zwei reproduktionsfähige Flotten, aus dem Bojennetzwerk entfernt. Ein weiterer, entscheidender Fehler war es, in die Updatesendungen Befehlszeilen zu implementieren, die sich teilweise selbst, teilweise den Robotergesetzen und teilweise sogar den Menschengesetzen widersprachen. Die dadurch entstehenden Systemauslastungen veranlassten die Terraformer zur Vereinigung ihrer Computerleistungen und zum Bau der CPU-Schiffe. Dadurch hatten die Terraformer begonnen, sich von den Menschen, ihren Schöpfern, abzuwenden. Die Flotte der Terraformer ist jedoch durch Reproduktion schon auf schätzungsweise neun gestiegen, wobei eine Flotte von CPU-Schiffen als separate Flotte zählt und das gesamte Terraformer-Hub also 10 Flotten zählt.

Der Krieg bricht aus

Es wird vermutet, dass auch die Flottenzusammenstellung leicht verändert wurde, da sich beim ersten Gefecht über dem Marsmond Phobos im Jahre 2145 eine Terraformer-Flotte aus 4 Zerstörern, 2 Trägern und etwa 50 Jägern verschiedener Art zusammensetzte. Bei dem Angriff kamen mehrere tausend Zivilisten und etwas weniger als 2.000 Offiziere ums Leben. Nur wenige überlebten, und das auch eher aus Zufall. Die Kriegsschiffe der USC waren nicht wirklich für einen Krieg vorbereitet, und schon gar nicht für einen Krieg in dieser Größenordnung. Gerade erst waren die zwei ältesten Schiffe ausgemustert worden und die 21 Kampfschiffe waren unterbesetzt und total unterbewaffnet.

Kriegsverlauf

Der Kampf auf Phobos war erst drei Tage alt, als vier Terraformer-Flotten und zwei CPU-Schiffe über verschiedenen Kolonien des Sonnensystems auftauchten und diese nahezu total vernichteten. Die USC-Flotte war darauf nicht vorbereitet und daher entschieden sich die Kommandanten dafür, ihre Streitkräfte aufzuteilen. Eine fatale Entscheidung: Aus den darauf folgenden Gefechten kehrten nur fünf Kampfschiffe zurück. Der Rest wurde vernichtet. Dabei wurden 13 Siedlungen und Kolonien und 22 Stationen zerstört; mehrere Millionen Menschen starben. Die Terraformer errichteten Basen und begannen, die Ressourcen der soeben eroberten Planeten zu ernten und die Verluste in rasendem Tempo wieder auszugleichen. Diese Schlachten passierten alle innerhalb von zwei Tagen des Erdjahres 2146.

Schlacht über Terra-Luna

Die fünf Schiffe wurden zur Erde gerufen. Die UCS re-rekrutierte einen Offizier namens Nathan R. Gunne, der zuvor wegen einer Degradierung die Flotte verlassen hatte. Er begann, Elite-Teams zu bilden und plante mit den Kommandanten der fünf Schiffe die Erdverteidigung. Am 02.01.2147 griff eine große Flotte Terraformer-Schiffe die Erde und den Mond an. Diese Schlacht wurde später als Schlacht über Terra-Luna bekannt und mündete für Gunne direkt in der Schlacht über Taurus. Er lockte den Großteil der Feindflotte durch das Sprungtor nach Alpha Centauri. Er kommandierte das modernste Schiff. Ihm folgten zwei weitere Kampfschiffe. Die übriggebliebenen zwei Schiffe bekämpften die zurückgebliebenen Terraformer-Schiffe und vernichteten oder vertrieben sie. Danach wurde das Erdsprungtor gesprengt.

Schlacht über Taurus

Diese Schlacht fand zeitgleich mit dem Ende der Schlacht über Terra-Luna statt. Es war der erste Konflikt über Taurus, dem weitere folgten. Dem Kommandanten Nathan R. Gunne gelang es, die feindliche Flotte zurückzudrängen. In den darauf folgenden Jahren gab es keine Kontakte mehr mit den Terraformern und die auf Taurus gegründete Exilregierung erklärte den Terraformer-Krieg 2160 offiziell für beendet.

Folgen

Kurz nach der Schlacht um Taurus änderten sich die Sprungtorverbindungen. So war das System Alpha Centauri abgeschnitten von den Systemen, mit denen es bisher verbunden war. Die nun von der Erde abgetrennten Menschen bildeten eine Exilregierung auf Taurus. Die Menschen nannten sich von nun an Argonen, benannt nach Nathan R. Gunne. Wenige Jahre später verlegten sie den Sitz der Regierung auf einen Planeten, der wenige Sektoren weit entfernt war - Argon. In den darauf folgenden Jahren schafften es die Argonen, sich vollständig zu erholen. Die Argonische Föderation wuchs weiter an. Bei den Erstkontakten mit den Völkern wenige Jahre später war sie schon eine Macht, die zu respektieren war.

Die Menschen auf der Erde zogen sich aus dem Weltraum zurück; führten höchstens Aktivitäten in einem engen Bereich um die Erde aus. Es begann eine fast 700 Jahre dauernde Isolation von außen, in dem Glauben, dass es keine Außerirdischen gäbe und dass außerhalb keine Menschen überlebt hatten. Jedoch gelang es den Terranern, ihre Technologie stark weiterzuentwickeln, sodass sie zur Zeit der Begegnung mit dem X-Universum eine der am weitest Fortgeschrittenen galt.

Siehe auch

Geschichtliche Ereignisse

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